Konzerteinführung digital

Sich auf die Werke des anstehenden Programms, ihre kompositorischen Eigenheiten, ihre Einordnung in die Musikgeschichte und das Schaffen der Komponisten vorzubereiten, vertieft das musikalische Erlebnis und bringt Erkenntnisgewinn. Um noch mehr Publikum zu erreichen und auch um die Beschäftigung mit einem Werk weiter zu intensivieren, stellen wir Ihnen unsere Einführungen mit der Reihe "Konzerteinführung digital" nun auch als Podcast zur Verfügung.

Konzerteinführung digital

Neueste Episoden

Digitale Konzerteinführung | Runnicles mit Bruckner

Digitale Konzerteinführung | Runnicles mit Bruckner

‧ 12m 34s

Beethovens Klavierkonzert Nr. 2 in B-Dur zeigt den jungen Komponisten zwischen Mozart-Nähe und eigener Handschrift. Spritzige Virtuosität, dialogische Orchesterführung und lyrische Passagen prägen das Werk. Besonders das heitere Rondo-Finale verbindet Eleganz mit überraschendem Witz.
Typisch für die Sinfonien von Bruckner sind großangelegte Entwicklungen und ganz verinnerlichte Passagen, seine Siebte ist da keine Ausnahme. Als er sie komponierte, starb der von ihm verehrte Richard Wagner. Anlass für Bruckner, den langsamen Satz mit Glockengeläut enden zu lassen. Und noch einen Bezug zu Wagner hat das Werk: für ihre Aufführung verlangte Bruckner den Einsatz sogenannter „Wagner-Tuben“, klanglich eine Mischung aus Horn und Posaune,...

Digitale Konzerteinführung | Brahms Violinkonzert

Digitale Konzerteinführung | Brahms Violinkonzert

‧ 10m 25s

Fanny Hensel stand nicht nur lange im Schatten ihres berühmten Bruders Felix Mendelssohn Bartholdy, auch als Komponistin wurde sie erst (viel zu) spät entdeckt. Ihr Zyklus „Das Jahr“ war sogar bis 1980 verschollen. Heute gilt er als wahrer musikalischer Schatz. Ursprünglich für Klavier komponiert, ist jedes der 12 Charakterstücke einem Monat gewidmet. Inspiriert wurden sie von der Kultur und Natur Italiens, entsprechend sonnig, lichtdurchflutet und heiter ist ihr Charakter.
Johannes Brahms‘ Violinkonzert dagegen wurde schon mit seiner Uraufführung berühmt. Das lag aber nicht nur an seinen eingängigen und im letzten Satz ungarisch-feurigen Melodien, sondern daran, dass es zunächst als fast...

Digitale Konzerteinführung | Bolero

Digitale Konzerteinführung | Bolero

‧ 12m 14s

Was Maurice Ravel ein «Experiment» nannte, gehört heute zu den beliebtesten und eingängigsten Stücken im Konzertsaal: Sein «Boléro» ist im Grunde ganz einfach aufgebaut, er besteht aus zwei sehr ähnlichen Melodien, die immer wiederholt werden. Der Rhythmus bleibt dabei die ganze Zeit gleich, er wird wie ein Motor von einer kleinen Trommel hervorgebracht. Was eintönig klingt, ist es jedoch nicht, denn durch immer neue Klangfarben und immer mehr Lautstärke verändert sich die Musik in jedem Augenblick, bis sie mit voller Wucht endet. Schumanns einziges Cellokonzert wurde zunächst missverstanden: zu introvertiert, zu wenig virtuos galt es vielen. Dabei wollte der Komponist...

Digitale Konzerteinführung | Tabita Berglund mit Schubert

Digitale Konzerteinführung | Tabita Berglund mit Schubert

‧ 13m 57s

Für viele spielt sie in der zweiten Reihe, aber Mozart liebte die Bratsche und schätzte ihren sonoren Klang. Wenn er selbst Kammermusik machte, griff er oft zur größeren Schwester der Violine. In seiner Sinfonia concertante Es-Dur lässt er beide Instrumente so richtig erstrahlen. Als „vollendet Unvollendete“ wird sie von manchen bezeichnet – Schuberts vielleicht bekannteste Sinfonie ist tatsächlich ein Meisterwerk. Fast tragisch düster zu Beginn, verbreitet der zweite Satz eine fast hymnische Glückseligkeit. Warum Schubert die Sinfonie nicht zu Ende schrieb, ist ein großes Rätsel der Musikgeschichte. Aber vielleicht sollte man sie einfach als das hören, was sie ist: eines...