Konzerteinführung digital

Sich auf die Werke des anstehenden Programms, ihre kompositorischen Eigenheiten, ihre Einordnung in die Musikgeschichte und das Schaffen der Komponisten vorzubereiten, vertieft das musikalische Erlebnis und bringt Erkenntnisgewinn. Um noch mehr Publikum zu erreichen und auch um die Beschäftigung mit einem Werk weiter zu intensivieren, stellen wir Ihnen unsere Einführungen mit der Reihe "Konzerteinführung digital" nun auch als Podcast zur Verfügung.

Konzerteinführung digital

Neueste Episoden

Digitale Konzerteinführung | Mendelssohn Italienische

Digitale Konzerteinführung | Mendelssohn Italienische

15m 4s

Giya Kancheli ist in Westeuropa weniger bekannt als Arvo Pärt, dabei sind sie sich musikalisch durchaus ähnlich! Die Stille ihrer Musik, ihr oft meditativer Charakter, die langsamen Melodien und die dunkle Intensität der musikalischen Stimmungen entfalten eine vergleichbare Klangwelt.
In den Norden entführt die Geigerin Lisa Batiashvili ihr Publikum mit dem Violinkonzert des Finnen Jean Sibelius. Eine „Landschaft aus Eis und Feuer“ wurde es oft genannt, und tatsächlich scheint es die Weite, Kälte und Einsamkeit skandinavischer Landschaften mit Energie und Kraft zu verbinden. Mendelssohns „Italienische“ dagegen sprüht nur so vor Elan und Lebensfreude. Dabei war der Komponist gar kein so...

Digitale Konzerteinführung | Carmina Burana

Digitale Konzerteinführung | Carmina Burana

8m 19s

Klänge, die sofort fesseln und unter die Haut gehen. Carl Orffs „Carmina Burana“ ist eines jener seltenen Werke, die auch Menschen begeistern, die sonst mit Klassik gar nichts „am Hut haben“. Seit seiner Uraufführung 1937 ist es das am häufigsten aufgeführte Chorwerk mit Orchester weltweit. Dabei sind die Zutaten eher massenuntauglich: mittelhochdeutsche und lateinische Texte aus dem 11. Jahrhundert, vertont oder komponiert mit Stilelementen des Mittelalters. Aber Orff wusste, wie man es macht: Riesenchor, massives Orchester, ein Schlagwerk wie Donner – schon der Eingangschor wirkt wie ein Naturereignis…
Unser Chefdirigent Sir Donald Runnicles hat es mit „Pini di Roma“ von...

Digitale Konzerteinführung | Kreuzchor und Philharmonie

Digitale Konzerteinführung | Kreuzchor und Philharmonie

12m 53s

Berühmter als Beethovens Neunte? Ja, im 19. Jahrhundert war der Chor-Einsatz in Mendelssohns „Lobgesang“ beliebter als die „Ode an die Freude“ aus Beethovens letzter Sinfonie. Bis heute gilt „Die Nacht ist vergangen, der Tag aber nahe herbeigekommen“ als einer der schönsten romantischen Chorsätze überhaupt. Aber Vergleiche hinken ja meist, und Felix Mendelssohn Bartholdy hatte es gar nicht nötig, Beethoven zu übertrumpfen. Sein Werk, das er 1840 zum Jubiläum „400 Jahre Erfindung des Buchdrucks“ für die Buch-Stadt Leipzig schuf, hat ganz eigene musikalische Qualitäten und verbindet Tradition und Innovation auf besondere Weise. Auch die beiden anderen Werke, die Dresdner Kreuzchor und...

digitale Konzerteinführung | Sir Donald mit Mahler

digitale Konzerteinführung | Sir Donald mit Mahler

17m 27s

Als Beethoven 1809 sein Fünftes und letztes Klavierkonzert schrieb, war Wien von den Truppen Napoleons belagert. Der Kriegslärm und die wirtschaftliche Unsicherheit – sein Mäzen Erzherzog Rudolf hatte die Stadt verlassen – beeinflussten die Entstehung des Werks. Beethoven schuf ein Klavierkonzert mit einer für die Zeit außergewöhnlich neuen Form, in der der Solist zwischen heroischen und friedlichen Momenten wechselt. Trotz der schwierigen Umstände spiegelt das Werk keinen Fatalismus wider, sondern einen feierlichen Kampf für Freiheit und gegen Unterdrückung.
Auch Gustav Mahlers Erste Sinfonie zeugt von intensiven persönlichen Erfahrungen. Die unglückliche Liebe zur Sängerin Johanna Richter inspirierte ihn zu den „Liedern...