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Digitale Konzerteinführung | Tabita Berglund mit Schubert

Digitale Konzerteinführung | Tabita Berglund mit Schubert

‧ 13m 57s

Für viele spielt sie in der zweiten Reihe, aber Mozart liebte die Bratsche und schätzte ihren sonoren Klang. Wenn er selbst Kammermusik machte, griff er oft zur größeren Schwester der Violine. In seiner Sinfonia concertante Es-Dur lässt er beide Instrumente so richtig erstrahlen. Als „vollendet Unvollendete“ wird sie von manchen bezeichnet – Schuberts vielleicht bekannteste Sinfonie ist tatsächlich ein Meisterwerk. Fast tragisch düster zu Beginn, verbreitet der zweite Satz eine fast hymnische Glückseligkeit. Warum Schubert die Sinfonie nicht zu Ende schrieb, ist ein großes Rätsel der Musikgeschichte. Aber vielleicht sollte man sie einfach als das hören, was sie ist: eines...

Digitale Konzerteinführung | Mozart Prager Sinfonie

Digitale Konzerteinführung | Mozart Prager Sinfonie

‧ 13m 58s

Traditionell wird es eher mit Volksmusik assoziiert: als Instrument des Jahres 2026 rückt das Akkordeon endlich auch ins Blickfeld des Klassikpublikums. Zurecht, denn es ist viel mehr als ein wuchtiger Blasebalg! Als „Maschine mit einer Seele“ — ein Instrument mit mechanischen Teilen und gleichzeitig „atemhaftem Zentrum“ beschreibt es Dobrinka Tabakova, die Komponistin des Akkordeonkonzerts „Sublime Dreams of Living Machines“. Raffiniert verbindet es emotionale Direktheit, klangliche Raffinesse und zeitgenössische Reflexion über Mensch und Technik. Auch Janáčeks Oper „Das schaue Füchslein“ ist mehr als es auf den ersten Blick scheint, nämlich kein harmloses Tiermärchen, sondern eine Parabel auf die Unvollkommenheit des Menschen....

Digitale Konzerteinführung | Brahms 3

Digitale Konzerteinführung | Brahms 3

‧ 16m 37s

Mit Pauken und Klavier – Bartóks Erstes Klavierkonzert kann man getrost als Schlagzeugkonzert bezeichnen. Nicht nur, weil er das Klavier fast wie ein Schlaginstrument behandelt, das eher Rhythmus als Melodie hervorbringt, sondern auch, weil die Pauken gleichberechtigte Partner des Klaviers sind. Fast meditativ mutet dagegen Brahms‘ Dritte Sinfonie an, die viele für seine emotional reifste halten. Dazu trägt auch der dritte Satz bei, der zu den bekanntesten langsamen Sinfoniesätzen überhaupt gehört und schon oft als Filmmusik eingesetzt wurde. Eröffnet wird das Konzert mit Oper im Zeitraffer. In der Ouvertüre zu seinem „Freischütz“ erzählt Weber fast die komplette Handlung der Oper,...

Digitale Konzerteinführung | Mendelssohn Italienische

Digitale Konzerteinführung | Mendelssohn Italienische

‧ 15m 4s

Giya Kancheli ist in Westeuropa weniger bekannt als Arvo Pärt, dabei sind sie sich musikalisch durchaus ähnlich! Die Stille ihrer Musik, ihr oft meditativer Charakter, die langsamen Melodien und die dunkle Intensität der musikalischen Stimmungen entfalten eine vergleichbare Klangwelt.
In den Norden entführt die Geigerin Lisa Batiashvili ihr Publikum mit dem Violinkonzert des Finnen Jean Sibelius. Eine „Landschaft aus Eis und Feuer“ wurde es oft genannt, und tatsächlich scheint es die Weite, Kälte und Einsamkeit skandinavischer Landschaften mit Energie und Kraft zu verbinden. Mendelssohns „Italienische“ dagegen sprüht nur so vor Elan und Lebensfreude. Dabei war der Komponist gar kein so...

Digitale Konzerteinführung | Carmina Burana

Digitale Konzerteinführung | Carmina Burana

‧ 8m 19s

Klänge, die sofort fesseln und unter die Haut gehen. Carl Orffs „Carmina Burana“ ist eines jener seltenen Werke, die auch Menschen begeistern, die sonst mit Klassik gar nichts „am Hut haben“. Seit seiner Uraufführung 1937 ist es das am häufigsten aufgeführte Chorwerk mit Orchester weltweit. Dabei sind die Zutaten eher massenuntauglich: mittelhochdeutsche und lateinische Texte aus dem 11. Jahrhundert, vertont oder komponiert mit Stilelementen des Mittelalters. Aber Orff wusste, wie man es macht: Riesenchor, massives Orchester, ein Schlagwerk wie Donner – schon der Eingangschor wirkt wie ein Naturereignis…
Unser Chefdirigent Sir Donald Runnicles hat es mit „Pini di Roma“ von...

Digitale Konzerteinführung | Kreuzchor und Philharmonie

Digitale Konzerteinführung | Kreuzchor und Philharmonie

‧ 12m 53s

Berühmter als Beethovens Neunte? Ja, im 19. Jahrhundert war der Chor-Einsatz in Mendelssohns „Lobgesang“ beliebter als die „Ode an die Freude“ aus Beethovens letzter Sinfonie. Bis heute gilt „Die Nacht ist vergangen, der Tag aber nahe herbeigekommen“ als einer der schönsten romantischen Chorsätze überhaupt. Aber Vergleiche hinken ja meist, und Felix Mendelssohn Bartholdy hatte es gar nicht nötig, Beethoven zu übertrumpfen. Sein Werk, das er 1840 zum Jubiläum „400 Jahre Erfindung des Buchdrucks“ für die Buch-Stadt Leipzig schuf, hat ganz eigene musikalische Qualitäten und verbindet Tradition und Innovation auf besondere Weise. Auch die beiden anderen Werke, die Dresdner Kreuzchor und...

digitale Konzerteinführung | Sir Donald mit Mahler

digitale Konzerteinführung | Sir Donald mit Mahler

‧ 17m 27s

Als Beethoven 1809 sein Fünftes und letztes Klavierkonzert schrieb, war Wien von den Truppen Napoleons belagert. Der Kriegslärm und die wirtschaftliche Unsicherheit – sein Mäzen Erzherzog Rudolf hatte die Stadt verlassen – beeinflussten die Entstehung des Werks. Beethoven schuf ein Klavierkonzert mit einer für die Zeit außergewöhnlich neuen Form, in der der Solist zwischen heroischen und friedlichen Momenten wechselt. Trotz der schwierigen Umstände spiegelt das Werk keinen Fatalismus wider, sondern einen feierlichen Kampf für Freiheit und gegen Unterdrückung.
Auch Gustav Mahlers Erste Sinfonie zeugt von intensiven persönlichen Erfahrungen. Die unglückliche Liebe zur Sängerin Johanna Richter inspirierte ihn zu den „Liedern...

digitale Konzerteinführung | Beethoven 5

digitale Konzerteinführung | Beethoven 5

‧ 12m 30s

Zeitgenössische Komponisten haben es oft schwer, einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu werden. Bei Jörg Widmann ist das anders. Er ist nicht nur ein gefeierter Klarinettist, sondern auch der vielleicht meistgespielte lebende deutsche Komponist. Sein „Con brio“ ist eine mitreißende Konzertouvertüre, die von der ersten Sekunde an in den Bann zieht. Mit unglaublicher Dynamik und präzisem Rhythmus entfesselt Widmann ein musikalisches Feuerwerk. Dabei wird auch die Virtuosität des Orchesters auf die Probe gestellt.
Carl Maria von Webers Klarinettenkonzert Nr. 1 in f-Moll hingegen ist ein Glanzstück der Romantik. Der Solist wird hier zum Geschichtenerzähler: Vor allem das lyrisch-schöne Adagio berührt die...

digitale Konzerteinführung | Pietschmann - Dresdner Philharmonie - Manze

digitale Konzerteinführung | Pietschmann - Dresdner Philharmonie - Manze

‧ 14m 23s

Zweihundert Jahre lag Haydns D-Dur-Cellokonzert in der Prager Nationalbibliothek, und keiner kannte es. Oder besser: alle dachten, es habe ein anderer komponiert. Erst 1951 wurde die Originalhandschrift gefunden, und heute ist das virtuose und gleichzeitig kantable Werk aus den Konzertsälen der Welt nicht mehr wegzudenken. Elgars Streicherserenade, die das Konzert eröffnet, war der erste „Hit“ des Komponisten. Gleich zu Beginn entsteht durch ein rätselhaftes Pizzicato eine besondere Atmosphäre, und den langsamen mittleren Satz lieben die Engländer so sehr, dass er bis heute oft bei Gedenkfeiern und auf Hochzeiten gespielt wird.
William Lawes war einer der prägnantesten und eigensinnigsten Komponisten des...

Digitale Konzerteinführung | Schubert - Vogler - Dresdner Philharmonie - Berglund

Digitale Konzerteinführung | Schubert - Vogler - Dresdner Philharmonie - Berglund

‧ 11m 15s

Warum nicht mal mit Heiterkeit? Zum ersten Mal in ihrer 49-jährigen Geschichte werden die Dresdner Musikfestspiele von der Dresdner Philharmonie eröffnet, und zum ersten Mal ist auch der bekannte Dresdner Comedian Olaf Schubert dabei und wird sicher einige humoristische Schlaglichter auf den Konzertbetrieb werfen. Die Musik selbst ist aber gar kein Witz, sondern schillert im Cellokonzert von Henri Dutilleux in den verschiedensten Klangfarben. Gespielt wird es von Jan Vogler, der als Intendant der Musikfestspiele damit ein Ausrufezeichen zum Festivalbeginn setzt. Farbenreich geht es auch in den „Bildern einer Ausstellung“ zu, diesem berühmten Werk des Russen Modest Mussorgski, in dem er...