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digitale Konzerteinführung | Pietschmann - Dresdner Philharmonie - Manze

digitale Konzerteinführung | Pietschmann - Dresdner Philharmonie - Manze

14m 23s

Zweihundert Jahre lag Haydns D-Dur-Cellokonzert in der Prager Nationalbibliothek, und keiner kannte es. Oder besser: alle dachten, es habe ein anderer komponiert. Erst 1951 wurde die Originalhandschrift gefunden, und heute ist das virtuose und gleichzeitig kantable Werk aus den Konzertsälen der Welt nicht mehr wegzudenken. Elgars Streicherserenade, die das Konzert eröffnet, war der erste „Hit“ des Komponisten. Gleich zu Beginn entsteht durch ein rätselhaftes Pizzicato eine besondere Atmosphäre, und den langsamen mittleren Satz lieben die Engländer so sehr, dass er bis heute oft bei Gedenkfeiern und auf Hochzeiten gespielt wird.
William Lawes war einer der prägnantesten und eigensinnigsten Komponisten des...

Digitale Konzerteinführung | Schubert - Vogler - Dresdner Philharmonie - Berglund

Digitale Konzerteinführung | Schubert - Vogler - Dresdner Philharmonie - Berglund

11m 15s

Warum nicht mal mit Heiterkeit? Zum ersten Mal in ihrer 49-jährigen Geschichte werden die Dresdner Musikfestspiele von der Dresdner Philharmonie eröffnet, und zum ersten Mal ist auch der bekannte Dresdner Comedian Olaf Schubert dabei und wird sicher einige humoristische Schlaglichter auf den Konzertbetrieb werfen. Die Musik selbst ist aber gar kein Witz, sondern schillert im Cellokonzert von Henri Dutilleux in den verschiedensten Klangfarben. Gespielt wird es von Jan Vogler, der als Intendant der Musikfestspiele damit ein Ausrufezeichen zum Festivalbeginn setzt. Farbenreich geht es auch in den „Bildern einer Ausstellung“ zu, diesem berühmten Werk des Russen Modest Mussorgski, in dem er...

Digitale Konzerteinführung | MacMillan und Chor

Digitale Konzerteinführung | MacMillan und Chor

12m 38s

Bach – Britten - Pärt – MacMillan: zum „Tag der Befreiung“ am 8. Mai schlagen wir mit unseren Philharmonischen Chören musikalisch eine Brücke nach Großbritannien und präsentieren ein Programm, das unterschiedliche musikalische Zugänge zu Themen wie Frieden, Gedenken und Spiritualität beleuchtet. In seiner „Sinfonia da Requiem“ verbindet Benjamin Britten liturgische Elemente mit seiner persönlichen Tonsprache. Entstanden vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs, steht die Komposition als Mahnmal und Plädoyer für Frieden und Menschlichkeit.
Arvo Pärts „Da pacem Domine“ verbindet meditative Ruhe und eine klare, schlichte Ästhetik. Pärts minimalistische Klangsprache erhebt die lateinische Bitte um Frieden in eine zeitlose, universelle Dimension....

Digitale Konzerteinführung | Mozart und Glasunow

Digitale Konzerteinführung | Mozart und Glasunow

13m 31s

Mieczysław Weinbergs Sinfonietta Nr. 1 ist ein Werk voller Leichtigkeit und Zugänglichkeit. Doch hinter dem optimistischen Klang steckt eine beklemmende Geschichte. 1948 komponiert, entstand das Stück inmitten von Stalins antisemitischer Kampagne. Offiziell als „hell und optimistisch“ gefeiert, diente es den politischen Erwartungen, ohne Weinbergs fortschrittliche Kompositionsweise zu verraten. Mit Anklängen jüdischer Volksmusik, cleveren Variationen und einem Hauch von Schostakowitsch bleibt es ein faszinierender Spagat zwischen Konformität und künstlerischer Freiheit.
Mozarts Klavierkonzert KV 466 erscheint dazu wie ein Kontrast, in seiner Tonart d-Moll ist es jedoch ebenfalls ein Werk voller dramatischer Tiefe. Mozart schrieb es in einer Zeit persönlicher Umbrüche und...

Digitale Konzerteinführung | Bruckner 2

Digitale Konzerteinführung | Bruckner 2

10m 17s

Bruckners Zweite Sinfonie wird oft als „Sinfonie der Pausen“ bezeichnet. Aber keine Sorge: Diese Pausen sind nicht still, sondern voller Spannung und geben der Musik Raum zum Atmen. Einer Musik, die für die Zeitgenossen zunächst als unspielbar galt. Die Wiener Philharmoniker lehnten das Werk erst einmal ab, es sei auch viel zu lang. Bruckner kürzte, mietete auf eigene Kosten den großen Saal im Musikverein, probte gründlich mit dem Orchester – und hatte Erfolg. Und was für einen, der Beifall des Publikums der Uraufführung am 26. Oktober 1873 wollte nicht enden. Bruckner selbst sprach später vom „denkwürdigsten Tag meines Lebens“. Heute...

Digitale Konzerteinführung | Dvořák 7

Digitale Konzerteinführung | Dvořák 7

12m 37s

Im Zentrum des Konzertabends steht die brillante Jess Gillam, eine der aufregendsten Musikerinnen unserer Zeit. Mit ihrem Sopran-Saxophon verbindet sie technische Virtuosität und charismatische Bühnenpräsenz, wie man sie selten erlebt. Zwei Werke stellen das Saxophon ins Rampenlicht: Dave Heaths „The Celtic“ und James MacMillans Konzert für Sopran-Saxophon und Streichorchester. Beide Werke sind für Jess Gillam wie gemacht. Heaths „The Celtic“ verbindet keltische Melancholie mit rhythmischer Energie, während MacMillans Werk die Grenzen der Klangfarben und Ausdrucksmöglichkeiten des Instruments auslotet.
Seine bekannteste ist sicher die Neunte, aber für viele die beste Sinfonie von Antonín Dvořák ist seine Siebte. Herb und melancholisch wirkt...

Digitale Konzerteinführung | Giltburg mit Gershwin

Digitale Konzerteinführung | Giltburg mit Gershwin

9m 26s

George Gershwin schrieb sein Concerto in F 1925 inmitten des pulsierenden New York. Das Werk vereint die Eleganz klassischer Formen mit der überschäumenden Energie des Jazz – eine Musik wie die Stadt selbst: laut, lebendig, voller Überraschungen. Vom ersten Trommelschlag bis zur letzten Kadenz sprüht das Konzert vor Lebensfreude. Gershwin wusste, wie man Geschichten erzählt – und Boris Giltburg, Artist in Residence, bringt sie zum Sprechen. Mit seiner feinen Balance aus Virtuosität und Gespür für die Zwischentöne entfaltet er das gesamte Farbspektrum dieses außergewöhnlichen Werks.
Mit seiner 1935 entstandenen Ersten Sinfonie hält William Walton ihrer Entstehungszeit den Spiegel vor: Zwischen...

Digitale Konzerteinführung | Sir Donald mit Debussy

Digitale Konzerteinführung | Sir Donald mit Debussy

12m 19s

Claude Debussys „Prélude à l'après-midi d'un faune“ ist ein Meisterwerk des Impressionismus. Inspiriert von einem Gedicht des Symbolisten Stéphane Mallarmé, malt die Musik das Bild eines träumenden Fauns an einem warmen Nachmittag. Mit schwebenden Flötenklängen und sanften Harmonien entführt Debussy in eine Welt zwischen Traum und Realität – ein Sinnesrausch in Klang.
Nicht viele Werke des 20. Jahrhunderts stehen heute so selbstverständlich auf den Konzertprogrammen wie die Musik des 1986 gestorbenen Maurice Duruflé. Besonders seine geistliche Vokalmusik erfreut sich anhaltender Beliebtheit, sicherlich auch wegen ihrer eingängigen Klangsprache. Duruflé hatte wenig Interesse daran, mit der Tradition zu brechen, in seinem Requiem...

Digitale Konzereinführung | Symphonie fantastique

Digitale Konzereinführung | Symphonie fantastique

15m 47s

Camille Saint-Saëns' Zweites Klavierkonzert gehört zu den vielseitigsten Werken der romantischen Klavierliteratur. Mit seinem ungewöhnlichen Aufbau beginnt es wie eine improvisierte Fantasie, bevor es sich zu einem virtuosen und rhythmisch markanten Finale steigert. Behzod Abduraimov, einer der führenden Pianisten seiner Generation, interpretiert das Werk mit technischer Brillanz und musikalischer Tiefe und bringt die kontrastreichen Stimmungen dieses Konzerts eindrucksvoll zur Geltung.
Hector Berlioz' „Symphonie fantastique“ ist ein Meilenstein der Programmmusik und erzählt in fünf Sätzen die leidenschaftliche und zunehmend alptraumhafte Vision eines jungen Künstlers. Die vielschichtige Instrumentation, von lyrischen Melodien bis hin zu düsteren Klängen des „Hexensabbats“, macht das Werk zu...

Digitale Konzerteinführung | Elektra

Digitale Konzerteinführung | Elektra

10m 12s

Mit „Elektra“ schuf Richard Strauss eines der packendsten und emotional intensivsten Werke der Opernliteratur. Die Geschichte, basierend auf der antiken Tragödie, handelt von Elektras unbändigem Verlangen nach Rache für den Mord an ihrem Vater. Das Drama entfaltet sich in einer einzigen, fieberhaft spannungsgeladenen Szene – ein Meilenstein in der Musikgeschichte.
Strauss’ Partitur ist ein Klanggewitter, das mit gewaltigen Orchestermassen und feinster emotionaler Nuancierung die inneren Abgründe der Figuren hörbar macht. Er verbindet schroffe Dissonanzen mit Momente von schmerzhafter Schönheit und entführt die Zuhörer in eine packende psychologische Studie.
Unter der Leitung von Sir Donald Runnicles, der weltweit für seine Strauss-Interpretationen...