digitale Konzerteinführung | Sir Donald mit Mahler

Shownotes

Als Beethoven 1809 sein Fünftes und letztes Klavierkonzert schrieb, war Wien von den Truppen Napoleons belagert. Der Kriegslärm und die wirtschaftliche Unsicherheit – sein Mäzen Erzherzog Rudolf hatte die Stadt verlassen – beeinflussten die Entstehung des Werks. Beethoven schuf ein Klavierkonzert mit einer für die Zeit außergewöhnlich neuen Form, in der der Solist zwischen heroischen und friedlichen Momenten wechselt. Trotz der schwierigen Umstände spiegelt das Werk keinen Fatalismus wider, sondern einen feierlichen Kampf für Freiheit und gegen Unterdrückung.
Auch Gustav Mahlers Erste Sinfonie zeugt von intensiven persönlichen Erfahrungen. Die unglückliche Liebe zur Sängerin Johanna Richter inspirierte ihn zu den „Liedern eines fahrenden Gesellen“, aus denen er Motive in den ersten und dritten Satz der Sinfonie übernahm. In einem emotionalen Ausnahmezustand vollendete Mahler die Sinfonie in nur sechs Wochen. Die Uraufführung 1889 in Budapest stieß auf Unverständnis, woraufhin Mahler das Werk mehrfach überarbeitete. Heute gehört sie in die Reihe seiner meistgespielten Sinfonien.

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00:00:05: Herzlich willkommen zur Konzerteinführung.

00:00:06: Digital, ein Podcastangebot der Dresdener Philharmonie.

00:00:10: Mein Name ist Albert Breuer und ich bin Komponist und möchte Sie in das Programm des Konzerts am elften Juni einführen.

00:00:17: Auf dem Programm steht das Klavierkonzert Nummer fünf in Estur von Ludwig van Beethoven und die Sinfonie Nummer eins in Dedur von Gustav Mahler.

00:00:26: Die Dresdner Philharmy spielt unter der Leitung von Sir Donald Wanikles.

00:00:30: Der Solist ist Masaya Kamay.

00:00:43: Ludwig van Beethoven schrieb sein fünftes und letztes Klavierkonzert unter ziemlich schwierigen Umständen, nämlich es wurde gerade Wien von Napoleon belagert.

00:00:54: Es hatten viele Adlige und der Hof die Stadt verlassen.

00:00:58: Beethoven musste da bleiben und suchte manchmal im Keller des Hauses seines Bruders zu Flucht Aber er war natürlich trotzdem nicht davon abzubringen, weiterhin zu komponieren und zwar arbeitete er an einem sehr großen Werk eben diesem Klavierkonzert in Essdur.

00:01:18: Essdure war eins die Tonart gewesen der berühmten dritten Symphonie der Eroika und die verbindet sich ebenfalls mit Napoleon's Namen.

00:01:28: Zunächst war Beethoven ja ein großer Anhänger gewesen von Napoleon und seine dritte Symphonie sollte eigentlich so eine Art Portrait sein.

00:01:37: Sie sollte sogar ihm gewidmet werden, aber als Beethoven hörte dass Napoleon sich in Paris selbst zum Kaiser gekrönt hatte da nahm er dann doch Abstand von seiner Beethoven Verehrung und die schlug dann in ziemlicher Abneigung um nicht zu sagen in Hass Das ist nun sehr interessant, dass beide Werke in Estur stehen und noch dazu hat das fünfte Klavierkonzert in den angelsächsischen Ländern den Beinamen The Emperor.

00:02:05: Also der Kaiser.

00:02:07: damit kann aber eindeutig nicht Napoleon gemeint gewesen sein.

00:02:12: man weiß es nicht genau wer dieser Emperor ist ob es dann vielleicht doch eher der österreichische Kaiser war.

00:02:19: Der Titel hat sich durchgesetzt und bezieht sich vielleicht doch auch eher auf die Art der Musik, die nun wirklich etwas sehr aristokratisches um nicht zu sagen kaiserliches hat.

00:02:30: Das fünfte Klavierkonzert ist das längste dass Beethoven geschrieben hat.

00:02:34: es ist ein außerordentlich virtuoses und prachtvolles Werk und steht dadurch sehr im Gegensatz zu dem mehr lyrischen sehr intim vierten Klavier Konzert.

00:02:46: Vielleicht hat Beethoven das Konzert auch gedeutet als so eine Art vorweggenommene Siegeshymne.

00:02:53: Es war ja dann doch so, dass Napoleon schlussendlich besiegt wurde und vielleicht dachte Beethoven, dass es eine gute Idee sei ein Stück Parat zu haben für eine Friedensfeier oder eben eine Siegesfeier gegen Napoleon.

00:03:10: Das Stück hat dann auch eine Weile warten müssen, bis es uraufgeführt wurde.

00:03:14: Ausnahmsweise nicht von Beethoven selbst.

00:03:17: Seine Taupeit war schon so weit fortgeschritten das es Probleme gab mit der Koordination des Klavierparts und des Orchesters.

00:03:25: Das war doch eine bewundernswerte Sache wie Beethoven trotz seiner Taubheit eigentlich immer neue musikalische Welten erschloss.

00:03:35: Auch das fünfte Klavierkonzert ist für seine Verhältnisse, für seine Zeit ein sehr sehr modernes Werk wo es viele Sachen gibt die es vorher noch nie in Klavierkonzerten gegeben hatte.

00:03:47: Das Konzert hat dann auch einen großen Einfluss gehabt auf die Klaviermusik des gesamten neunzehnten Jahrhunderts.

00:03:53: das war auch ein Lieblingsstück von Franz List der es sehr oft gespielt hat.

00:03:59: Es heißt dass er sogar einmal mit neuen Fingern bewältigt hat weil er durch eine Verletzung einen Finger nicht gebrauchen konnte und das ist da genauso virtuos geklungen habe, als hätte er zehn Finger gehabt.

00:04:11: Der einzige der es angeblich bemerkt hat im Publikum war Ferruccio Bosoni.

00:04:16: Die zehn Finger die wenn man sich die Noten anschaut braucht man allerdings normalerweise wirklich.

00:04:22: Das Stück Wimmelt von Passagen die auch heute noch nicht so ganz leicht zu bewältigen sind von den Pianisten.

00:04:31: Ein Interpret des Konzerts war auch Karl Tscherny.

00:04:34: Karl Tscherny ist ja vielleicht einigen in nicht so ganz guter Erinnerungen, weil er eine große Anzahl von Ätyden geschrieben hat die teilweise etwas mechanisch klingen aber sicher sehr nützlich sind wenn man das Klavier spielen lernen will.

00:04:50: jedenfalls besaßt Tscherni ausreichend brillante Klaviertechnik um es mit diesem Stück aufzunehmen.

00:04:57: Schon der erste Satz beginnt nach einem Orchester-Accord mit sehr, sehr virtuosen Klavierpassagen.

00:05:03: Das ist so etwas als ob sich das Verhältnis der Cadence zu dem übrigen Teil des Satzes umgekehrt hätte.

00:05:10: Normalerweise steht ja die Cadence am Schluss eines Satzes.

00:05:14: hier macht es was den Eindruck also ob sie schon zu Anfang ist.

00:05:18: Es bleibt allerdings bei eher kurzen virtuosen Stellen und dann hat wie üblich zunächst einmal das Orchester das Wort.

00:05:26: Das spielt zunächst ein Marsch-Thema, das Hauptthema des Ganzen.

00:05:30: Und als Seitenthema kommt er nicht etwa eine lyrische Kantilene sondern ein weiteres Marsch Thema allerdings von ganz anderem Charakter wie aus der Ferne sehr leise und in Moll aber eben typisch auch einen Marsch thema.

00:05:46: Das war eine sehr originelle Idee, dass man also einen Satz auf zwei Marsch-Themen aufbaut die aber genügend kontrastierend sind.

00:05:55: Dass sie eben als erstes und zweites Thema den gebotenen Gegensatz auch wirklich bilden.

00:06:02: Der Solist sitzt dann ein und umspielt dann die großartigen Themen verwandelt sich auch in einem prachtvollen Akkordesatz.

00:06:12: Dieses zweite, etwas merkwürdige Moll-Marsch-Thema.

00:06:15: Das klingt auf dem Klavier besonders brillant weil Beethoven es in sehr hoher Lage dann bringt und in der Tonart H-Moll die von Esturnen wirklich sehr weit entfernt ist.

00:06:27: Es klingt fast ein bisschen exotisch.

00:06:29: Die Klaviere hatten ja erst vor kurzem die hohe Lage erobert.

00:06:33: Beethovens frühe Klavierwerke rechnen auch mit einem Klavier, das einen wesentlich geringeren Tonumfang hatte.

00:06:40: aber zum Glück für das fünfte Klavierkonzert haben die Klavierbauer kräftig gearbeitet und dem Klavier dann auch die ganz hohe Lager erschlossen.

00:06:50: Beethoven scheint davon begeistert gewesen zu sein und wendet sie eben in diesem Konzert ausführlich an.

00:06:58: Es gibt eine sehr weitausladende Durchführung und wieder eine sehr brillante Coda.

00:07:04: Das ganze Stück, der ganze Satz macht einen höchst selbstbewussten Eindruck.

00:07:09: es ist eigentlich so der Beethoven wie wir ihn kennen und lieben Der selbstbewuste sehr zur Dramatik geneigte Mensch der also dann Musik schreibt die so mitreißend ist dass man sich der Wirkung nicht entziehen kann.

00:07:24: Ein sehr großen Gegensatz bildet dann allerdings der zweite Satz in H-Dur mit fünf Kreuzen, auch eine Tonart die normalerweise damals in der Orchestermusik nicht vorkam.

00:07:35: Das klingt zunächst wie eine Art Hymne.

00:07:38: man wird fast so an die Symphonik von Anton Pockner erinnert also ein Choral.

00:07:42: Thema erklingt zunächst in den Streichern Was das Klavier dann macht, erinnert aber eher an Frederik Chopin.

00:07:50: Es ist so als ob unversehens Beethoven eine Vorahnung der Nocturns von Chopin gehabt hätte... Das ist dann auch eine sehr interessante Abfolge.

00:07:59: Zunächst dieses Koralthema zu hören und dann diese nocturnartige Passage, wobei es so ist dass Chopin selber in sagen nocturns manchmal Korallpassagen bringt die dann auch ein ganz nächtliche Stimmung haben und wie aus der Ferne klingen.

00:08:16: So ähnlich ist das bei Beethoven auch nur dass der Koral zunächst den Streichern überlassen wird.

00:08:24: Am Schluss des Satzes übernimmt aber das Klavier dann doch auch die Choralmelodie und umspielt sie wieder in sehr, sehr raffinierter Weise.

00:08:34: Und dann gibt es eine Stelle, die wie ein musikalisches Fragezeichen klingt.

00:08:39: Das ist so als ob die Musik plötzlich anhält und nicht mehr weiter weiß.

00:08:43: und ganz unversehens kommt dann ohne Unterbrechung der Anfang des letzten Satzes.

00:08:48: Der ist ganz, ganz stürmisch Ein Rondo im Sechsachteltag mit höchst merkwürdigen, synkopierten Rhythmen.

00:08:56: Das wird damals dem Publikum auch nicht leicht gefallen sein diese Rhythmen zu verstehen.

00:09:01: Beethoven liebt ja die Synkopen das heißt die Akzente gegen den Taktteil und macht davon hier dann sehr großen Gebrauch.

00:09:13: Dieser letzte Satz ist besonders schwer zu spielen, da sind alle fünf Finger sehr sehr beschäftigt.

00:09:19: Man kann es wirklich kaum glauben das List dieses Stück mit vier Fingern in einer Hand nur gespielt haben soll.

00:09:26: aber der Bericht die uns erzählt klingt relativ zuverlässig.

00:09:32: Das Klavierkonzert war eigentlich von Anfang an ein großer Erfolg.

00:09:37: Danach hat Beethoven leider keine weiteren mehr geschrieben, aber vielleicht war dieses Stück auch in seiner Art nicht mehr zu übertreffen?

00:09:47: Die erste Symphonie von Gustav Mahler ist ein Stück, wo Mahler selbst offenbar nicht genau wusste was es ursprünglich werden sollte.

00:09:57: Er schwankte zwischen Symphonien und symphonischer Dichtung.

00:10:01: Es ist jedenfalls eine Symphonie geworden, wie es früher noch keine gegeben hatte.

00:10:06: Maler war ja der Schüler von Anton Bruckner und dessen Symphonien haben natürlich gewaltig auf ihn gewirkt aber diese erste Symphoni hat nur an einigen wenigen stillen Anklänge an Bruckners Symfonik.

00:10:19: Sie ist ein ganz eigenartiges und einzigartiges Stück.

00:10:24: Von Maler selbst gibt es eigentlich auch nichts was ihm so ein bisschen ähnlich wäre Und als ein Opus I auf symphonischem Gebiet ist es eine ganz erstaunliche Angelegenheit.

00:10:36: Die Symphonie sollte ursprünglich fünf Sätze haben, den zweiten hat Mahler dann später gestrichen.

00:10:43: Der wird heute als einzelne Stück aufgeführt.

00:10:45: Es ist eigentlich ein sehr schöner Satz, ein lyrisches Charakterstück aber vielleicht kam es Mahler doch vor dass die Symphonien zu lang sei wenn man diesen Satz drin ließe.

00:10:57: So gibt es also die übliche Abfolge von Alekorsatz.

00:11:00: An zweiter Stelle eine Art Ländler, an dritter ein langsamen Satz und dann ein großes stürmisches Finale.

00:11:08: Der allererste Anfang ist auch etwas was es vor Maler noch nie gegeben hatte.

00:11:13: Alle Streichinstrumente spielen den gleichen Ton A Aber jedes in seiner Lage.

00:11:19: Also von den ganz tiefen Kontrabessen bis zu den ganz hohen Geigen sind alle As vertreten.

00:11:26: Ganz, ganz leise wird das gespielt und es klingt so wie eine Art Vorhang oder vielleicht ein bisschen wie eine Wand wo man noch nicht genau weiß was dahinter ist.

00:11:38: Diese Idee dass man Symphonien nicht direkt gleich mit dem Hauptthema anfangen lässt die stammt ja auch im Wesentlichen von Anton Bruckner wo die Symphonie normalerweise mit einer Art Urnebel beginnen einem Streichertremolo.

00:11:52: Beim Maler sind das zwar auch die Streicher aber eben kein Tremolo, sondern ein ausgehaltener sehr lang ausgehaltener Ton.

00:12:01: Und auf dem Hintergrund dieses Tons hört man an einzelnen Motive vor allen Dingen einen Kuckucksruf in der Klarinette.

00:12:08: Klarinetta eignet sich ziemlich gut eigentlich dazu den Kuckuck zu imitieren.

00:12:12: Manchmal ist es auch die Urbohe oder die Flüte.

00:12:16: Das sind aber zunächst mal nur ganz einzelne Vogelrufe und es dauert eine ganze Weile bis ein richtiges Thema auftaucht.

00:12:24: Das ist dann auch schon im Allegro Hauptsatztempo, dieses Thema allerdings wurde nicht als Symphoniethema erfunden sondern stammt aus einem Lied von Maler selbst, aus den Liedern eines fahrenden Gesellen.

00:12:38: das ist ein Zyklus den Maler kurz davor geschrieben hat.

00:12:42: Es gibt in der Sinfonie auch noch weitere Anklänge an diesen Liederzyklus vor allen Dingen im dritten Satz.

00:12:49: Dieses Liedthema, das hat so einen ganz frischen Charakter es wird in den Jelly gespielt.

00:12:55: Der Text lautet im Original ging heute Morgen übers Feld und bis ganze sowohl auch wirklich eine Morgenstimmung darstellen.

00:13:04: die ist zunächst mal ganz rein trübt, aber dann ballen sich doch Konflikte zusammen.

00:13:11: Das kommt zu außerdem der Sitzung sehr dramatischer Art, aber der Satz endet dann ganz jubelnd in D major der Hauptdonat.

00:13:22: Der zweite Satz ist ein ländler, ein sehr kräftiger, sehr energischer Ländler ,der vielleicht noch am ehesten Ähnlichkeit hat mit Musik der Zeit.

00:13:32: Er ist relativ Kurz und macht durchaus auch Anleihen bei der Volksmusik, obwohl man nicht genau Vorbilder identifizieren kann.

00:13:42: Jedenfalls ein Stück was sich in das Wien des späten Jahrhunderts sehr gut einfügt und damals beim Publikum auch keine größeren Probleme gemacht hat.

00:13:52: Ganz ganz anders ist aber dann der dritte Satz.

00:13:55: so etwas hatte das Publikums noch nie gehört.

00:13:58: Der fängt an mit dem berühmten Canon, der von Kindern auch gern gesungen wird.

00:14:04: Bruder Jacob oder Französisch Freire Jacke Dormivou.

00:14:09: Er klingt aber nicht in Douhe sondern in Mol und auch in ganz die Verlage.

00:14:14: Zunächst mal von einem Solo-Contrabass gespielt später kommt dann die Tuba dazu Aber auch eine Gegenmelodie der Oboe.

00:14:23: Das Tempo ist schleichend langsam und das Ganze wirkt etwas grotesk-und seltsam.

00:14:31: Nach einiger Zeit, wenn der Kanon dann zu Ende gegangen ist gibt es eine ganz andere Musik.

00:14:36: die klingt ein bisschen wie eine Mischung aus Klesmermusik und tschechischer Volksmusik.

00:14:42: auch hier spielt die Kleine Nette wieder eine große Rolle.

00:14:46: man hat plötzlich das Gefühl dass man so in einen Volksfest geraten ist.

00:14:52: Genau so schnell wie es gekommen ist, verschwindet das dann aber auch wieder.

00:14:55: Es kommt wieder der Canon und dann ein weiterer Umschwung ganz sentimental wie aus der Ferne eine weitere Melodie aus den Liedern eines fahrenden Gesellen diesmal von den Streichern vorgetragen.

00:15:10: sehr sehr melancholisch noch ein letztes mal kommt der Canon diesmal in der besonders düsteren Tonat S-Moll und führt dann zu einem verlöschenden Schluss.

00:15:24: Aus diesem Schluss wird man so etwas unsamst aufgeweckt, der letzte Satz beginnt mich sehr stürmisch in Fortissimo und den ganzen Satz kann man vielleicht verstehen als eine Art Kampf zwischen Himmel und Hölle.

00:15:38: das ist ja das alte Prinzip von Ludwig van Beethoven das symphonische Prinzip durch Nacht zum Licht was Maler hier etwas abgewandelt hat.

00:15:48: Dieser Vorgang findet nämlich mehrmals statt, also es gibt immer wieder Eidenbrüche der Höllenmusik, der Nachtmusik und der düsteren Musik.

00:15:56: aber auch das Licht versucht sich immer wieder durchzusetzen mit strahlenden Blechbläsernakkorden.

00:16:02: Nur findet es eben nicht nur einmal statt, sondern mehrmals ist also wirklich ein sehr harter Kampf.

00:16:08: Die Hölle lässt sich nicht so leicht besiegen aber am Schluss bellt eben doch das Licht die Oberhand ganz ganz strahlend in die Duhe.

00:16:18: Es gibt eigentlich nur eine einzige Sinfonie von Mahler, die Düster endet.

00:16:23: Das ist die sechste Sinfoni, die sogenannte tragische Sinfonien.

00:16:27: Hier bei der ersten scheint es auch im Finale manchmal so ein bisschen auf der Gippel zu sein, ob die Symphonie nicht vielleicht doch einen Katastrophalen Ausgang nimmt.

00:16:36: Aber Maler war als er sie schrieb eben noch sehr jung und da ist es einfach sehr schwer vorstellbar so einen düsteren Schluss zu schreiben.

00:16:46: Der Schluss den er dann wirklich geschrieben hat, der ist vor allen Dingen auch orchestertechnisch sehr brillant und lässt nichts aus, warum man das Publikum beeindrucken kann.

00:16:57: Zum Abschluss noch einmal der Hinweis auf das Konzert.

00:17:00: Es findet statt am Donnerstag, den Elften Juni um neunzehn Uhr im Kulturpalast Dresden.

00:17:06: Ich wünsche Ihnen viel Freude!

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