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Schostakowitsch 10 | Konzerteinführung Digital

Schostakowitsch 10 | Konzerteinführung Digital

15m 49s

Das Cellokonzert von Camille Saint-Saens zählt zu den Paradestücken für dieses Instrument. Auch für Julia Hagen ist es ein Paradestück, wobei eigentlich alles, was sie auf dem Cello spielt, zu einem intensiven Hörerlebnis für ihr Publikum macht. Kein Wunder, wenn man aus einer Musikerfamilie stammt wie sie, oder? Nein, meint sie selbst, als Kind waren ihr ihre Freunde und Sport mindestens genau so wichtig. Nun aber gehört sie zurecht zu den „Shooting stars“ der Branche und wird im Kulturpalast alle Facetten des französischen Werkes zum Leuchten bringen.

Schostakowitschs Zehnte dagegen gehört zu den eher düsteren Werken des sowjetrussischen Komponisten. So...

Elgar und Strauss | Konzereinführung Digital

Elgar und Strauss | Konzereinführung Digital

15m 56s

Natur, Verlust und der Erdgeist, wie passt das zusammen? Die drei Werke unserer Saisoneröffnung haben musikalisch in verschiedener Weise mit Abschied und Hoffnung zu tun. Edward Elgars berühmtes Cellokonzert war sein letztes Werk, in ihm hat er Tragik und Schmerz auf berührende Weise Ausdruck gegeben. Bei uns spielt es Gautier Capucon, den wir in diesem Konzert als Artist in Residence begrüßen. Strauss wiederum hatte mit Zarathustra sicher auch das bekannte Werk Nietzsches im Blick, sagte aber selbst, dass ihn vor allem Fausts Beschwörung des Erdgeistes zu dieser sinfonischen Dichtung inspiriert habe. Den meisten ist der Beginn jedoch als Filmmusik zu...

Bruckner 5 | Konzerteinführung Digital

Bruckner 5 | Konzerteinführung Digital

19m 12s

Die Sinfonien Anton Bruckners ziehen sich wie ein roter Faden durch Marek Janowskis Zeit als Chefdirigent der Dresdner Philharmonie. Mit Bruckners Achter ist er 2003 vom Orchester weggegangen, mit der Achten ist er 2019 wiedergekommen, und die Fünfte hat er ausgewählt, um endgültig als Orchesterchef Abschied zu nehmen. "Äußerst anspruchsvoll für jeden Dirigenten" nennt er sie, und, so muss man hinzufügen, auch für das Orchester ist sie eine Herausforderung. Und da Janowski Kontraste in seinen Programmen liebt, hat er Bruckner die "Illuminations" von Benjamin Britten an die Seite gestellt. Die zehn Vertonungen von Gedichten Arthur Rimbauds singt Hanna-Elisabeth Müller, die...

Dvořák Cellokonzert | Konzerteinführung Digital

Dvořák Cellokonzert | Konzerteinführung Digital

14m 43s

"Ein Stück Holz, das oben kreischt und unten brummt" - keine sehr schmeichelhafte Beschreibung für ein Violoncello! Sie stammt von Antonín Dvořák selbst, der das Cello eigentlich nicht so sehr mochte. Bis er in New York das Cellokonzert des Amerikaners Victor Herbert hörte.… Es inspirierte ihn zu einem der schönsten Cellokonzerte überhaupt. Bei uns spielt es der Spanier Pablo Ferrandez, der zweifellos zu den arriviertesten Cellisten weltweit gehört und dieses Konzert besonders liebt. Und wir bleiben im Norden - Jean Sibelius war immer auf der Suche nach dem perfekten Klang. So unerbittlich, dass er drei Anläufe brauchte, um seine Fünfte...

Beethoven 7 | Konzerteinführung Digital

Beethoven 7 | Konzerteinführung Digital

13m 23s

Die Werke des Ungarn György Ligeti haben nicht nur die Klassikwelt revolutioniert, sondern waren auch äußerst attraktiv für Filmregisseure. Kein Geringerer als Stanley Kubrick verwendete Musik aus "Atmosphères" in seinem Film "2001 - Odyssee im Weltraum". Als Ligeti den Film sah, soll er fasziniert gewesen sein von der Wirkung seiner Komposition. Weniger fasziniert war er davon, wie wenig man ihm dafür zahlen wollte. Als Beethoven seine Siebente schrieb, wetterleuchtete es gewaltig am politischen Himmel: Napoleon zog in den Krieg gegen Rußland und unterlag. "Vaterlandsliebe" bewog den Komponisten, den anti-napoleonischen Kämpfern ein Denkmal zu setzen. Dennoch ist die Siebente keine Fortsetzung...

Das Unauslöschliche | Konzerteinführung Digital

Das Unauslöschliche | Konzerteinführung Digital

16m 13s

Seine eigene Sinfonie als "Das Unauslöschliche" zu bezeichnen, ist zweifellos gewagt, schließlich kann man das auch als Eigenlob missverstehen. So meinte Nielsen das aber nicht. Seine Vierte ist vor allem ein Werk, in dem es um die Unauslöschbarkeit der Hoffnung und des Lebens geht. Er schrieb sie mitten im Ersten Weltkrieg, und dass er sich darin mit Gewalt auseinandersetzt, hört man nicht zuletzt im Finale, wo sich die zwei getrennt voneinander aufgestellten Paukengruppen ein regelrechtes Duell liefern. Schostakowitschs Cellokonzert ist dagegen eher introvertiert, er komponierte es für seinen Freund, den großen Cellisten Mstislaw Rostropowitsch. Bei uns spielt es Alisa Weilerstein,...

Frühlingssinfonie| Konzerteinführung Digital

Frühlingssinfonie| Konzerteinführung Digital

12m 46s

Marek Janowski gilt als Strauss-Kenner, und wer ihn über den Komponisten sprechen hört, weiß auch, dass er sein Werk sehr mag. Zu erleben ist das in diesem Konzert zum einen mit der hochdramatischen Tondichtung „Macbeth“. Sozusagen das Gegenteil, nämlich prallen Humor und Lebensfreude, hat Strauss dagegen seiner „Burleske“ einkomponiert. "Con umore" steht in den Noten, nicht weniger als vier Pauken und großes Orchester kommen zum Einsatz, das Klavier darf brillieren, und dieser Aufwand lohnt sich. Der Witz kommt an. Und entlockt dem Pianisten nicht selten ein Lächeln.
Einen ganz anderen Geist atmet Robert Schumanns Erste Sinfonie. In einer Art „Frühlingsdrang“...

Der Feuervogel | Konzerteinführung Digital

Der Feuervogel | Konzerteinführung Digital

13m 4s

Stanley Kubrick und zeitgenössische Musik? Ja, schon 1980 entdeckte Kubrick für "The Shining" die Qualitäten von Ligetis "Lontano", bei dessen schwirrenden Klängen die Spannung ins fast Unerträgliche gesteigert wird. Und auch Martin Scorsese setzte auf Ligeti: In seinem Film "Shutter Island" (2010) irrt Leonardo DiCaprio zu den Klängen von Lontano durch Block C der psychatrischen Anstalt. Spannungsreich ist auch die Ballettmusik, die Strawinski 1910 für den Tanzstar Djaghilew schrieb und mit der er schlagartig berühmt wurde. Als Vorlage nutzte er ein russisches Märchen, in dem eben jener Feuervogel gefangen wird und in die Dienste des Thronfolgers Zarewitsch treten soll...

Symphonie fantastique | Konzerteinführung Digital

Symphonie fantastique | Konzerteinführung Digital

12m 29s

as Programmheft kann entfallen. Das meinte jedenfalls Hector Berlioz, der seine Symphonie fantastique für selbsterklärend hielt. Und tatsächlich tauchen wir auch ohne Anleitung in innere Bilder ein, wenn seine Musik anhebt zur Erzählung einer dramatischen Liebesgeschichte. Dabei spaltete das Werk bei seiner Uraufführung das Publikum. Die einen meinten, der Komponist sei wahnsinnig geworden, die anderen waren hellauf begeistert. Neu waren vor allem die Klangmischungen und -farben, die Berlioz erfand und die bis heute ihre Magie nicht verloren haben. Farbenreich ist auch Rachmaninows Rhapsodie, die er auf eine der abenteuerlich virtuosen Capricen von Pagagini schrieb. Sie ist sein letztes Werk für...

Sinfonische Tänze | Konzerteinführung Digital

Sinfonische Tänze | Konzerteinführung Digital

10m 44s

Tschaikowskis Klavierkonzert ist ein echter Ohrwurm, jedenfalls Teile daraus wie der fulminante Beginn, und bis heute ist es ein echter Klassik-"Hit". Auch Rachmaninows "Sinfonische Tänze" haben das Zeug zum Klassiker, in seinem letzten Werk hat der russische Großmeister eine musikalische Rückschau auf sein Leben gehalten und nimmt uns mit in eine farbenprächtige Welt der Romantik. Den "Grabgesang" hat Strawinski kurz nach dem Tod seines verehrten Lehrers Rimski-Korsakow geschrieben, aber kurz nach der Uraufführung 1909 verschwand die Partitur. Die Suche nach ihr war ein echter Krimi der Musikgeschichte. Erst 2016 wurde die Partitur durch Zufall wiederentdeckt. Manchmal gibt es eben auch...